Klettern kann ja sooo schön sein.
Es sei denn man hat eine durchzechte Nacht hinter sich und in den Knien und Armen befindet sich mehr „Muddi’s Pudding“ als einem zum Nachtisch lieb wäre. Der Kopf reagiert auf kleinste Erschütterungen mit einem stechenden „Hallo, hier bin ich!“ woraufhin sich der Magen auch gleich zu Wort meldet und sich für die gestrige Wahl der Getränke mit einem flauen „Jaja, du kannst mich mal.“ erkenntlich zeigt. Die Augen wissen noch nicht so recht ob sie überhaupt wirklich schon was sehn wollen und wenn, dann weiß das eine grad nicht, wohin das andere soeben schaut.
Grundvorraussetzungen also für einen Klettertag, welcher in einer mittelschweren Katastrophe enden möchte. Das ganze lässt sich in einer ganz einfachen Gleichung darstellen

bzw.
bei 
oder ganz einfach in Kurzform:
Motivation + Kondition = absolute Katastrophe
Wohlbefinden
Naja, Kletterzeug angelegt und mal geschaut was geht. Ok. Vorerst genug geleistet. Kurze Pause. Jetzt aber, den ersten Griff berührt, ertastet und gleich mal „gechalkt“. Viel zu schmotzig. Hände zittern schon bevor man überhaupt in die erste Route eingestiegen ist.
Die ersten Züge gehn besser als erwartet. Die Knie noch etwas wabbelig, der Stand nicht ganz so sicher. Zug um Zug gehts dennoch recht gut voran.
Danach werden mal so alle Standard-Routen abgeklappert. Die Motivation ist gestiegen, die Kondition immer noch recht mies, das Wohlbefinden unterirdisch. Schwerere Routen mal ins Auge gefasst und recht solide geflashed.
Eigentlich wars bis dato besser als erwartet. Einzig und allein der zweite Versuch von „Jägermeister 7-“ wollte dann nicht mehr so recht gelingen und im Dach an der vorletzten Exe wurde man dann von der Schwerkraft eindeutig überrollt. Ob es wohl am Namen lag?
Soweit so gut, aber so schnell nicht wieder.
Cheers!